Über mich

Wer bin ich?

Ich habe mehrfach studiert und jedes Mal abgebrochen, war Sicherheitsfachkraft der US-Armee und Fitnesstrainer, habe an mehr Supermarktkassen gesessen als mir lieb ist, ethnologische Feldforschungen organisiert und 10000 Jahre alte Skelette zusammengeklebt, bin fast schon pathologisch in Nietzsche verknallt, finde Philippe Jaroussky und Nathalie Stutzmann faszinierend, meine Kurzgeschichten werden von angeblichen iranischen Germanisten geklaut, ich zeichne, komponiere und habe zu allem eine Meinung, manchmal überkommt mich das Sophistensyndrom, ich habe einen Hang zum Pathos, weiß, was Weltschmerz ist, diskutiere bis zum Morgengrauen und sitze dabei bequem auf meinem Migrationshintergrund, bin einer dieser schlimmen Gutmenschen und Verfechter des Konstruktivismus, liebe Sprache, Philosophie und meinen Mac, bin seit 1997 praktisch permanent online, habe nur ein einziges Mal in meinem Leben den Endboss besiegt, bin den Halbmarathon gelaufen (#FUCKYEAH) und tätowiert, kann rohe Hähnchen nicht anfassen, finde Luhmann nur halb so sexy wie Žižek, bin überhaupt zu idealistisch für diese Welt, wurde deshalb in Beijing beim Pfirsichkauf über’s Ohr gehauen, hätte Sokrates jedoch den Becher aus der Hand geschlagen, besitze ein tolles Fahrrad, kein Auto, dafür jedoch einen ausgeprägten Radar für 1. sexistische Kackscheiße, 2. kultursuprematistischen Propagandamüll und 3. Bullshit im Allgemeinen, bin ein verdammt guter Beobachter, liebe das Wort Nein, wähle links oder grün, bin Synästhet, liebe Frauen, werde trotz Doppel-X-Chromosomen hin und wieder als „Schwuchtel” bezeichnet, bin viel stiller als man gerade annehmen könnte, die Ärzte an der Uniklinik Aachen finden, dass ich ein Autist bin, und ich finde, die Welt hat grundsätzlich einen Knall.
Also ein ganz normaler Mensch.